Die Junge GEW Hessen und das Forum kritischer Wissenschaften laden gemeinsam zum Bookrelease mit Podiumsdiskussion ein:
4. November 2025 um 18 Uhr im DGB-Dachsaal (Walltorstr. 17, 35390 Gießen)
mit Christina Engelmann (Institut für Sozialforschung Frankfurt), Pauline Griesenbruch (SJD, Die Falken), Bernd Käpplinger (Justus-Liebig-Universität Gießen), Ingrid Miethe (Justus-Liebig-Universität Gießen)
Moderation: Hannah Zoller (Junge GEW Hessen)
Im Anschluss an das Podium wird es einen Sektempfang geben. Wir freuen uns, mit Euch zu diskutieren und auf den Release des Sammelbands anzustoßen!
Gerne darfst Du den Ankündigungstext über Deine Kanäle verteilen.
Ankündigung:
Heute erreichen über Youtube, TikTok und andere Social-Media-Plattformen zunehmend rechte und konservative Kräfte die junge Generation und forcieren so eine mediale und politische Diskursverschiebung nach rechts. Das war im frühen 20. Jahrhundert noch anders als die Arbeiter:innenbewegung zu einer bedeutenden politischen Kraft wurde und über Jugendverbände, sozialistische Zeitschriften und politische Proteste in der Lebenspraxis der Jugendlichen verankert war. Wie hat sich seither das Verhältnis von Theorie und Praxis politischer Bildungsarbeit geändert? Was können wir aus den Bildungskonzepten und praktischen Modellen lernen, die innerhalb der Arbeiter:innenbewegung entstanden? Und welche Möglichkeiten gibt es heute, emanzipative Bildungszusammenhänge vor Ort zu organisieren?
Auf dem Podium werden wir diese Fragen diskutieren und aus verschiedenen Perspektiven beleuchten, in welchem Verhältnis Bildung zu sozialer Ungleichheit und Herrschaft, aber auch zu politischen Befreiungskämpfen steht. Anlass ist der kürzlich erschienene Sammelband „Proletarische Pädagogik. Verhältnisbestimmungen, historische Experimente und Kontroversen sozialistischer Bildungskonzepte", der Beiträge zu historischen und theoretischen Ansätzen einer Bildungspraxis versammelt, die soziale Ungleichheit und die materiellen Bedingungen von Bildung als Ausgangspunkt pädagogischen Denkens versteht. Die Beiträge reichen von Diskussionen um Clara Zetkin und Walter Benjamin bis hin zu Analysen proletarischer Kinder- und Jugendbildung sowie der Medien und Räume einer sozialistischen Bildung.